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Sir Patrick Stewart, OBE (* 13. Juli 1940 in Mirfield, West Yorkshire, England) ist ein britischer Schauspieler, Produzent, Regisseur und Professor. Seit 1966 ist er Darsteller der Royal Shakespeare Company (RSC), bis 1982 im Schauspieler-Kernteam, heute als Honorary Associate Artist.


Geboren wurde Patrick Stewart am 13. Juli 1940 in Mirfield als dritter Sohn des Soldaten Alfred Stewart und der Weberin Gladys Stewart. Nach eigenen Aussagen litt er in der Kindheit unter der Gewalttätigkeit seines Vaters.[2] Bereits im Alter von zwölf Jahren begann er, Theater zu spielen. Die Schule verließ er in seinem 16. Lebensjahr und arbeitete fortan als Journalist. Ein Stipendium eröffnete ihm die Möglichkeit, die Old Vic Theatre School nahe Bristol zu besuchen, und mit 19 Jahren begann er seine Karriere im professionellen Theater, wo er immer größere Erfolge erzielte. 1966 heiratete Stewart die Choreographin Sheila Falconer, mit der er zwei Kinder hat, Daniel Freedom (* 1968) und Sophie Alexandra (* 1973). 1990 trennte er sich von seiner Frau und heiratete im August 2000 Wendy Neuss, die Produzentin zahlreicher Folgen der Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert, in der Stewart eine Hauptrolle spielte. Die Ehe wurde 2003 geschieden. Bis gegen Ende des Jahres 2007 war er mit der britischen Schauspielerin Lisa Dillon liiert, die er während der Scheidung von Wendy Neuss kennengelernt hatte. Stewart ist Kanzler der britischen University of Huddersfield. Nachdem er 2007 Cameron Mackintosh Visiting Professor of Contemporary Theatre am St. Catherine’s College der University of Oxford war, übernahm er 2008 eine Professur für Darstellende Künste an der University of Huddersfield. Patrick Stewart lebt in Stratford, England. In seiner Freizeit liest er gerne und ist Fan des englischen Fußballclubs Huddersfield Town. Politisch steht Stewart auf Seiten der Labour Party, die er seit Jahren unterstützt.

Als Schauspieler wirkte Stewart in vielen Theaterstücken und Filmen mit, 1966–1982 spielte er zahlreiche Shakespeare-Rollen als Mitglied des Kernteams der Royal Shakespeare Company. Größere Bekanntheit erlangte er jedoch durch die Rolle des Captain Jean-Luc Picard in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert von 1987 bis 1994 und in den Star-Trek-Kinofilmen Nr. 7–10 von 1994 bis 2002. Seit 2000 tragen auch die X-Men-Verfilmungen zu seiner internationalen Bekanntheit bei, in denen er die Rolle des Professors Charles Francis Xavier spielt, dessen wesentliche Charakterzüge trotz Stewarts Vorliebe und Begabung dazu, unterschiedlichste Rollen zu spielen, mit denen Picards übereinstimmen. In der zwei Jahre vor X-Men erschienenen zweiteiligen Verfilmung von Moby Dick (1998) spielte Stewart den rachsüchtigen Kapitän Ahab, der ebenfalls eine Parallele zu seiner Rolle als Picard aufweist, da dieser in Star Trek: Der erste Kontakt (1996) mit Kapitän Ahab verglichen wurde. Einen weiteren Kapitän spielte Stewart 2005 in der Rolle des Nemo der Verfilmung von Jules Vernes Mysterious Island – Die geheimnisvolle Insel. In die Rolle des Raumschiffcaptains Picard durfte Stewart seine Begeisterung für Shakespeare einbringen. Daher rezitiert Jean-Luc Picard in der Sci-Fi-Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert häufig Stellen aus Shakespeares Werken und nutzt diese zur Argumentation. In dieser Rolle gelang es ihm mühelos, die Kluft zwischen den klassischen Theaterstücken und einer futuristischen Welt zu überbrücken. Seine Ausbildung am Theater verhalf ihm in der Serie zu einer sehr tiefgründigen Darstellung des Captains. In der Star-Trek-Fangemeinde gilt er als eine der wichtigsten Figuren des Star-Trek-Universums. Star-Trek-Produzent Robert Justman sah Patrick Stewart erstmals 1987 bei einer Dramatik-Vorlesung der UCLA; er erschien ihm als Idealbesetzung für die Rolle des neuen Kapitäns des Raumschiffs Enterprise, da Stewart bereits damals sehr häufig Führungspersönlichkeiten dargestellt hatte. Nach Diskussionen darüber, ob man Stewart einen amerikanischen Akzent beibringen solle, entschied man sich dafür, dass er seinen englischen Akzent auch in der Serie verwenden sollte. Man erhoffte sich, dadurch die europäische Herkunft von Jean-Luc Picard zu unterstreichen.

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