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thumb|300px|right|Der TrailerKurz vor Ende des Kalten Krieges wird im russischen Poljarny das Atom-U-Boot Roter Oktober fertiggestellt, ein Raketen-U-Boot der Typhoon-Klasse[1]. Ein amerikanischer Satellit ortet das neue U-Boot, als es zu seiner Jungfernfahrt ausläuft. Der CIA-Analyst Jack Ryan legt dem Experten Skip Tyler Bildmaterial vor, das er vom britischen Geheimdienst erhalten hat, um zu klären, was die rätselhaften Luken an der Roter Oktober zu bedeuten haben. Tyler ist davon überzeugt, dass das U-Boot mit einem magnethydrodynamischen Antrieb ausgerüstet wurde, dessen Konstruktion in den USA bisher nicht gelungen ist, und der es dem U-Boot ermöglicht, sich nahezu lautlos fortzubewegen, sollte er tatsächlich funktionieren.

Tylers Vermutung bestätigt sich, als die USS Dallas, ein Atom-U-Boot der amerikanischen Los-Angeles-Klasse, die Roter Oktober verfolgt und ihre Spur verliert, da der litauische Kapitän Marko Ramius, in der Sowjetmarine und in politischen Kreisen ein hochangesehener Mann, den geräuschlosen Antrieb in Betrieb nehmen lässt. Jedoch findet der Sonarexperte Jones heraus, dass die Geräusche, die vom Sonarcomputer, der für unterseeische Magmaablagerungen ursprünglich entwickelt wurde, als Erdbeben identifiziert werden, von der Roter Oktober stammen müssen, die den Eingang einer unterseeischen Gebirgsformation vor der isländischen Küste ansteuert.

Da die Roter Oktober mit ballistischen Atomraketen bewaffnet ist, muss sie als Erstschlagswaffe und damit als ernstzunehmende Bedrohung eingestuft werden. Das plötzliche Auslaufen der sowjetischen Nordflottenverbände sowie weiterer Marineeinheiten außer der Pazifikflotte wird von den Amerikanern zunächst als Vorbereitung eines Angriffes auf die USA gedeutet. Auf einer Krisensitzung, bei der Dr. Jack Ryan als Vortragender anwesend ist, kommt aber ein Brief zur Sprache, den Ramius kurz vor dem Auslaufen nach Moskau an den Onkel seiner verstorbenen Frau Natalia, Admiral Juri Iljitsch Padorin, geschickt hat. Aufgrund dieses Briefes, dessen Inhalt den Amerikanern unbekannt ist, hat die sowjetische Nordflotte den Befehl erhalten, die Roter Oktober aufzuspüren und zu versenken. Nun nimmt man an, dass Ramius wahnsinnig geworden ist und die USA im Alleingang angreifen will. Jack Ryan, der detaillierte Informationen über Ramius hat und dem er einst auch persönlich begegnet ist, kommt der Gedanke als weitere Möglichkeit, Ramius könnte vorhaben, in die USA überzulaufen: Es ist der erste Todestag seiner Gemahlin, an dem er ausgelaufen ist, und er lässt, da kinderlos, keine Bindungen zurück. Zusätzlich hat er viele höhere Marineoffiziere ausgebildet und wichtige Beziehungen damit aufgebaut. Jack Ryan bekommt vom Sicherheitsberater des Präsidenten Dr. Jeffrey Pelt drei Tage Zeit, seine Theorie zu beweisen.

Ramius hat tatsächlich vor, mit eingeweihten Offizieren überzulaufen. Um zu verhindern, dass jemand einen Rückzieher macht, hat er Moskau über seine Absichten informiert. Er ist davon überzeugt, das Risiko eingehen zu können, von der sowjetischen Nordflotte gejagt zu werden, da er deren Taktiken kennt und die meisten Jagd-U-Boot-Kommandanten ausgebildet hat. Sein Hauptproblem sind die Amerikaner und deren mögliche Reaktion bei einer Kontaktaufnahme. Zusätzlich gibt es einen Saboteur an Bord, der den geräuschlosen Antrieb außer Funktion setzt. Es handelt sich um den an Bord vermuteten und bisher unerkannten Geheimdienstmann an Bord, der sehr wohl die echten Marschbefehle kennt und sowohl bei der Übernahme der Raketenschlüssel des toten Politoffiziers durch Ramius, wo er als Zeuge fungiert, als auch beim Verlesen der Operationsbefehle über die Bordkommunikation (kurze Einblendung) mehr als überrascht erscheint und argwöhnisch dreinschaut. Während der Reparatur lässt Ramius mit Propellerantrieb weiterfahren, wodurch ein sowjetisches Flugzeug die Roter Oktober ortet und einen Torpedo abwirft. Durch ein waghalsiges Manöver vor einer Felswand, vor der Ramius zum Entsetzen mancher Offiziere erst in letzter Sekunde das schwere Schiff in den steuerbords weiterverlaufenden Unterseegraben andrehen lässt, kann Ramius einen Torpedotreffer verhindern - der Torpedo schlägt in die Wand ein, da er dieser Kurskorrektur nicht folgen kann, mit nur geringen Schäden an Bord des U-Bootes. Die Besatzung schöpft nach den Ereignissen Verdacht, dass die Roter Oktober anscheinend aus irgendeinem Grund von der eigenen Flotte versenkt werden soll.

Der sowjetische Botschafter Andrei Lysenko äußert gegenüber Dr. Jeffrey Pelt, dass Ramius vorhabe, die USA anzugreifen, nachdem er anfangs noch von einer Suchaktion nach einem vermissten U-Boot gesprochen hatte, als Pelt eine Stellungnahme zu den sowjetischen Flottenaktivitäten verlangt hatte. Daraufhin erhält die USS Dallas den Befehl, Roter Oktober zu versenken. Ryan, der inzwischen per Hubschrauber bei stürmischem Wetter an Bord der USS Dallas gebracht wurde, kann Kommandant Bart Mancuso im letzten Moment davon überzeugen, mit der Roter Oktober Kontakt aufzunehmen, anstatt sie anzugreifen, ohne dabei seine Befehle zu verletzen. Dieses geschieht dann über Morsesignale und Pings. Der leitende Ingenieur der Roten Oktober täuscht einen Reaktorunfall vor, damit Ramius einen Grund hat, das U-Boot zu evakuieren. Die amerikanische Fregatte USS Reuben James führt einen Scheinangriff auf die Roter Oktober aus und nimmt später deren Besatzung auf. Ramius bleibt mit den eingeweihten Offizieren an Bord und taucht wieder ab, angeblich um das U-Boot selbst zu versenken (damit es nicht in amerikanische Hände fällt).

Unter Wasser lässt sich Ryan zusammen mit dem Kommandanten der USS Dallas und weiteren Besatzungsmitgliedern mit einem DSRV zur Roter Oktober übersetzen. Nachdem sich dort Sowjets und Amerikaner zunächst misstrauisch gegenüberstehen, übergibt Ramius den Amerikanern sein U-Boot und bittet um Asyl in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dann greift ein sowjetisches Jagd-U-Boot der Alfa-Klasse, die W. K. Konowalow unter Kapitän Tupolew, ins Geschehen ein, und der Saboteur, der sich immer noch an Bord der Roter Oktober befindet, schlägt ein zweites Mal zu. Er erschießt einen der sowjetischen Offiziere, tötet Wassili Borodin, den 1. Offizier und guten Freund Ramius', der in dessen Armen mit den Worten "Ich hätte so gern Montana gesehen." stirbt, und verletzt Ramius durch einen Streifschuß. Während der Kommandant der USS Dallas auf der Roter Oktober das Kommando übernimmt und das sowjetische Jagd-U-Boot bekämpft, folgen Ramius und Ryan dem Saboteur zu den Raketensilos. Dort erschießt Ryan den Mann mit einer Pistolensalve und verhindert dadurch, dass dieser einen der Atomsprengköpfe zündet.

Durch geschicktes Manövrieren der Roter Oktober und der USS Dallas wird das sowjetische Jagd-U-Boot schließlich durch den eigenen Torpedo zerstört. Die Besatzung der Roter Oktober beobachtet an Bord der USS Reuben James die Unterwasserexplosion und ist davon überzeugt, dass es die Roter Oktober ist, die versenkt wurde. Während die Roter Oktober an der US-amerikanischen Ostküste versteckt wird, gibt Jeffrey Pelt gegenüber dem sowjetischen Botschafter eine Erklärung zu den Geschehnissen ab. Der Botschafter scheint nicht zu glauben, dass die Roter Oktober tatsächlich versenkt wurde, und weist darauf hin, dass in Zukunft Technologien zur Verfügung stehen könnten, um die Wrackteile zu untersuchen, die sich angeblich unerreichbar in der Tiefsee über ein großes Gebiet verteilt haben. Außerdem meldet er zum maßlosen Erstaunen Pelts noch ein U-Boot als vermisst, die W. K. Konowalow Kapitän Viktor Tupolews. Roter Oktober wird im Morgengrauen am Penobscot River in Maine versteckt; in der Nähe ist eine militärische Beobachtungsstation, in deren Umkreis niemand mit einem versteckten U-Boot rechnen würde. Ramius erklärt auf die bislang nie gestellte Frage Dr. Ryan das "warum" - Verhindern eines sowjetischen Erstschlages mit dem U-Boot, das nur eigens dafür gebaut wurde. Er erhofft sich eine Revolution in Moskau, für sich selbst einen friedlichen Lebensabend in den USA, und gedenkt seines getöteten Freundes Borodin.

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